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Verblendungen & Bildnisse (September)

  Verblendungen und Bildnisse 

Diese ganz persönliche Überraschung für die Bürger von Bordenau und für mich ist Ihnen wirklich vortrefflich gelungen! Ein herzliches Dankeschön an Hans Joachim Godau!
Noch glaubte ich, nur zur Berichterstattung eines Ereignisses eingeladen worden zu sein, als ich aber merkte, dass ich stellvertretend für alle Einwohner von Bordenau ein Geschenk der Straßenmeisterei Neustadt entgegen nehmen durfte, nach dem ich selbst bislang vergeblich gesucht hatte, war ich zunächst verblüfft und sprachlos. Denn vor mir lag sie im Staub der Brückenbaustelle, Auguste Viktoria, die in Stein gehauene Gattin Kaiser Wilhelm II., die von 1907 bis 1960 die Brückenpfeiler der Bordenauer Leinebrücke geziert hatte. Scheinbar für immer verschwunden, wartete sie nun geduldig darauf, an historischer Stelle wieder in das Verblendmauerwerk der Brücke eingesetzt zu werden.Aber worum geht es hier eigentlich?Als vor nunmehr neunundneunzig Jahren die Leinebrücke bei Bordenau mit einem Festakt ihrer Bestimmung übergeben wurde, entschied man sich, sie nach dem berühmten Sohn des Dorfes „Scharnhorst-Brücke“ zu nennen, denn „Kaiser Wilhelm-Brücken“ gab es seinerzeit zuhauf in Deutschland. Aber um die Ehrung des zwirbelbärtigen Monarchen und seiner Gattin (mit vollem Namen Auguste Viktoria Friederike Feodora Jenny von Schleswig- Holstein- Sonderburg-Augustenburg, 22.10.1858 – 11.4. 1921), die sich im Übrigen sozial sehr engagierte und um die Volksgesundheit Sorgen machte, kam man nicht herum. Also ließ man das Kaiserpaar in Stein hauen und unseren General in Bronze gießen, auf dass sie für ewig an den drei Pfeilern der Brücke ausharren sollten.Nun ist ja allseits bekannt, dass am 8. April des Jahres 1945 die Brücke von den damaligen Machthabern gesprengt werden sollte, um den von Südwesten vordringenden Engländern das Leben und den Vormarsch zur Ostsee schwer zu machen und dass bei dieser Gelegenheit zwei mutige Männer aus Bordenau, von denen allerdings einer aus Furcht vor dem Feind im Keller seines Nachbarhauses gehockt haben soll, also ein mutiger und ein weniger mutiger Held die Brückensprengung durch kappen der Zündschnüre verhindert haben. So konnten die Engländer, darunter die 4. Fallschirmspringer Brigade und eine Grenadier Einheit, nach kurzem Gefecht, bei dem auf englischer Seite ein Soldat fiel und ein Offizier verletzt wurde, wie aus einem Bericht über eben jene Fallschirmspringer Brigade hervorgeht, die Brücke einnehmen und nannten die „Scharnhorst-Brücke“ zu Ehren ihres eigenen Regiments fortan „Yorkshire Grenadier Bridge“, obwohl sie Fallschirmspringer waren und in Aldershot südwestlich von London stationiert waren, während Yorkshire im Norden der britischen Hauptstadt liegt. Weiter ist bekannt, dass die ursprünglich von der „Wunstorfer Cementindustrie“ anfänglich für 30.000 Mark errichtete Brücke nicht ewig gehalten hat und daher schon, gerade mal 53 Lenze alt, in den Jahren 1960/1961 saniert werden musste. Seither verloren sich die Spuren dieser Ehrenmale und nur wenige Menschen ahnten, wo sie sich befanden, als mit dem Neubau der Brücke begonnen wurde. Hatten sie nun die Engländer mitgehen lassen oder sind sie erst bei der Sanierung verschwunden? Es wäre doch zu schön, wenn sie beim Bau der Brücke wieder auftauchen und dem neuen Bauwerk den Glanz einer vergangenen Epoche verleihen würden. Bei der Suche nach den erwähnten Konterfeis hatte ich unter anderem in der Straßenmeisterei Neustadt angerufen und dort, nachdem offenbar emsig gesucht worden war, die Auskunft erhalten, sie seien, wenn sie denn überhaupt dort aufgetaucht sein sollten, wohl beim Umzug der Straßenmeisterei in die Justus-von-Liebig-Straße auf Nimmerwiedersehen verloren gegangen. Irgend jemand erinnerte sich noch an irgendwas, aber Konkretes gab es nicht zu berichten. Also schob ich in meinem im Internet veröffentlichten Bericht über den Werdegang der Brücke den Engländern die Schuld in die Schuhe, gab resigniert die Hoffnung auf, jemals wieder unseren altvorderen Herrscher zu Gesicht zu bekommen und habe nun das Problem, mich bei den zu unrecht Verdächtigten zu entschuldigen, was ich hiermit tun will.Denn, und damit komme ich jetzt wieder zum Kern der Geschichte zurück, die Originale der hohen Herrschaften fanden sich inzwischen wohlbehalten wieder ein! Und das kam so, wie Hans Joachim Godau von der Straßenmeisterei Neustadt in seinem „Die Odyssee der Bildnisse aus der Leinebrücke in Bordenau“ überschriebenen Ausführungen wiedergibt: Wie eingangs beschrieben, wurden 1907 beide Bildnisse, das von Wilhelm II. und Auguste Viktoria, mit einem Durchmesser von jeweils etwa 42 Zentimetern in rundem Sandstein gehauen, und ein ebensolches von Gerhard David Friedrich von Scharnhorst (Warum mussten die eigentlich damals so viele Namen mit sich herumschleppen?), allerdings aus Bronze und 34 Zentimeter messend, angefertigt und in die Brückenpfeiler der Bordenauer Leinebrücke eingebaut. Daran konnte sich einer der Mitarbeiter der Straßenmeisterei, Herbert Heimann aus Bordenau, noch gut erinnern, der später eine Bleistiftzeichnung anfertigte, auf der er die Platzierung der Plastiken genau beschreiben konnte. Dann kam es 1960 zum Abriss und zur Erneuerung des Oberbaues der Brücke und erst bei dieser Gelegenheit sind die Objekte bei der Landesstraßenmeisterei eingelagert worden. Schließlich wurde im Zuge der Kreisreform 1979 die Landesstraßenmeisterei aufgelöst und seit 1980 residiert die Kreisstraßenmeisterei in ihrem Neubau in der Justus-von-Liebig-Straße, die sich, wie wir wissen, im Gewerbegebiet der Stadt Neustadt am Rübenberge befindet. Hier wurden die Plastiken auf Veranlassung des Außenbeamten Hans Joachim Godau im Flur der Straßenmeisterei zur Verschönerung in die Wand eingebaut und Mitarbeiter und Besucher konnten sich daran erfreuen. Wir schreiben das Jahr 2006, in Bordenau wächst die Leinebrücke ihrer Vollendung entgegen und ein Mensch macht sich Gedanken darüber, wo die vermeintlich drei Bronzetafeln geblieben sind, während in Neustadt eben jener Mitarbeiter der Straßenmeisterei schon längst eine Überraschung für Bordenau vorbereitet hat, indem er die Objekte aus der Wand im Flur herausnehmen und restaurieren lässt. In die so entstandenen Löcher wurden dann kurzerhand die Bohrkerne eingesetzt, die bei der Standfestigkeitsprüfung des Mittelpfeilers angefallen waren. Und so kommt es wenig später zur Rückkehr des Kaisers nach Bordenau. Seine Gemahlin Auguste Viktoria ziert bereits seit dem 13. September den Brückenpfeiler auf der Poggenhagener Seite, der General wird noch in dieser Woche den ersten Pfeiler auf Bordenauer Seite zieren und Wilhelm II. wird in der kommenden Woche am Mittelpfeiler seine neue Heimat finden. Alle drei Bildnisse werden stromaufwärts, also mit Blick nach Süden, in das Sandsteinmauerwerk der Stirnseiten eingelassen und werden bei der Anfahrt zur Brücke sicher recht deutlich zu sehen sein.



Auguste Viktoria

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Scharnhorst

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Kaiser Wilhelm ll

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Letzte Aktualisierung

3.04.2013
 
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